SUBBUTEO-ABTEILUNG


 DIE SPIELFIGUREN

William Lane Keeling (Liverpool) legte 1925 den Grundstein für Subbuteo. Er versah Sockel aus Gummischeiben mit Figuren aus steifem Karton, fertigte einen Ball aus Kork und Tore mit Drahtnetzen. Das alles stellte er auf ein Leinentuch und los ging es.

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte hat das Spielmaterial einige Veränderungen erfahren. Vor allem die Spielfiguren wurden weiterentwickelt. Sie sind, vergleichbar mit den Schuhen des Fußballers, dem Schläger des Tennisspielers oder den Schlittschuhen des Eiskunstläufers, ein Sportgerät, dem der Sportler besondere Aufmerksamkeit und Pflege angedeihen läßt, weil ohne dieses nichts geht.

2D-Figur

Gebräuchlich sind beim Subbuteo-Sport heute vier Gruppen von Figuren. Der Urform am ähnlichsten sind die zweidimensionalen Figuren, auch 2D-Figuren oder "Pappkameraden" genannt (siehe nebenstehende Abbildung). Auf einem Kunststoffsockel ist eine flache Figur aus Pappe oder Kunststoff befestigt. Diese Figuren sieht man am häufigsten bei Spielern, die schon seit mehr als zehn Jahren Subbuteo spielen. Viele deutsche Spitzenspieler schwören auf die "Pappkameraden". Das heißt nicht unbedingt, daß es die besten Spielfiguren sind, sondern eher, daß diese Sportler damit aufgewachsen sind und ein besonderes "Fingerchen" für diese Figuren entwickelt haben. Die "Pappkameraden" sind in Deutschland nicht mehr im Handel erhältlich.

3D-Figur

Moderner sind die mit dem Namen "Bomber" belegten dreidimensionalen Figuren (3D-Figuren). Ihr Sockel ist etwas größer, dafür sind die Figuren auf demselben kleiner und plastisch. Bei den "Bombern" werden zwei Arten unterschieden: Die Verbindung zwischen Sockel und Figur gibt es als Steg oder als Zapfen. Die Stegfiguren sind etwas älter (was man auch am Haarschnitt der Figuren erkennen kann) und sie sind mit einem flacheren Sockel mit einer größeren Standfläche als die "jüngeren Kollegen" mit Zapfen versehen. Der letztgenannte Figurentyp hat eine sehr weite Verbreitung, da er im gut sortierten Spielwarenhandel erhältlich ist (für ca. Euro 8,- erhält man eine Mannschaft mit zehn Feldspielern und einem Torwart). Vor allem seit der Sockel von der Herstellerfirma nun in einer wesentlich besseren Qualität angeboten wird, hat sich deren Beliebtheit noch weiter gesteigert. Für die 3D-Figuren mit Zapfen sind weitere Spezialsockel erhältlich. Hier sind vor allem Astro-Base, Biemme und Profi-Base zu nennen. Diese Sockel gibt es in verschiedenen Höhen, Kanten, Auflageflächen... Die Sockel (zwischen Euro 40,- und 60,- für einen Satz OHNE Figuren und OHNE Torwart) sind nur für Einsteiger mit etwas dickerem Geldbeutel eine Alternative, die qualitativ kaum etwas ausmacht.

FISTF-Figur

Fast schon wieder am "Aussterben" sind die zwei Arten von Figuren, die in der Schweiz von einem ehemaligen Weltmeister im Subbuteo entwickelt wurden: Zum einen sind dies die "Sports-Playing-Figures" oder "FISTF-Figuren", benannt nach dem Weltverband für Sporttischfußball. Ihr Sockel ist so groß wie bei den "Bombern", aber etwas flacher. Die Figur ist aus Styropor, etwa einen halben Zentimeter dick und größer als die "Bomber". Figur und Sockel sind miteinander verklebt (siehe nebenstehende Abbildung). In ihrer Art erinnern sie an die "Pappkameraden". Viele Tischfußballer waren überzeugt, daß diese futuristisch anmutenden Spielfiguren die absolut besten sind, trotz des Problems, daß sie sehr empfindlich sind und öfter als ihre älteren "Kollegen" zerbrechen. Zudem sind sie nicht im Handel erhältlich (sondern bisher nur über Direktversand) und auch der Preis ist mit ca. Euro 55,- (mit passendem Torwart) recht stolz.

Toccer-Figur

Daneben gibt es die sogenannten "Toccer-Figuren. Sie ähneln etwas den 3D-Figuren. Allerdings sind Sie größer und der Sockel ist schwerer. (Zur Ergänzung: es gibt auch Figuren in der Größe der 3D-Figuren mit einer Art von Sockel, die dem Toccer-Sockel ähnelt. Diese Figuren nennen sich Toro) Mit diesen Figuren ist es nicht möglich, sie beim Schnippen auf eine Sockelkante zu stellen und so um gegnerische Figuren herum zu "drehen". Diese kunstvolle Spielvariante bleibt den anderen Figuren-Kollegen vorbehalten. Für Anfänger waren Toccer-Figuren (ca. Euro 22,- für eine Mannschaft + Torwart) vor der Verbesserung der "original" Subbuteo-Figuren (3D) ein guter Einstieg, vor allem, weil sie beim Spiel so gut wie gar nicht umfallen. Für den offiziellen Spielbetrieb im DSTFB sind Toccer-(und Toro-)Figuren allerdings nicht zugelassen.

Zum Abschluß stellt die untenstehende Abbildung noch einmal alle Figuren und den Spielball im direkten (Größen-) Vergleich dar. Welchen dieser Figuren sie auf Turnieren oder Ligaspieltagen begegnen, hängt ganz von den teilnehmenden Spielern ab. Auf jeden Fall ist es wie beim Fußball, Tennis oder Eiskunstlaufen, um den Bogen zum Beginn dieses Artikels zu schließen, daß auch der beste und teuerste Fußballschuh, Tennisschläger oder Schlittschuh wenig nützlich ist, wenn man nicht trainiert hat, damit umzugehen! Denn auch beim Subbuteo gilt: "Nicht das Material, sondern die Übung macht den Meister!"

Übersicht Figuren und Ball

(W.Sartor)



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