SUBBUTEO-ABTEILUNG

Sporttischfußball Weltmeisterschaft 19/20. September 2004 in Bologna Emblem_WorldCup2004

An diesem Wochenende fanden in Bologna die Weltmeisterschaften im Subbuteotischfußball für die Kategorien und Nationalmannschaften statt. In der Kategorie Veteranen war der deutsche Vizemeister, Janus Gersie, automatisch qualifiziert. Fred Vulpes erspielte sich seine Teilnahme über den siebten Platz der Weltrangliste. Michael Kappl stand auf der Nachrückerliste und ergatterte sich somit eine begehrte Teilnahme für die Einzelweltmeisterschaft, die am Samstag ausgetragen wurde. Ebenso waren diese Spieler für das Veteranennationalteam nominiert. Diese Kategorie wurde am Sonntag ausgespielt.
Während Janus Gersie am Freitag den Weg über Augsburg und München nach Bologna nahm, begaben sich Fred Vulpes und Michael Kappl nebst Lebensgefährtin in Richtung Airport Köln-Bonn, um von dort aus den Flug nach Bella Italia anzutreten. Mit im Flieger waren die Spieler des befreundeten Club VfL Kamen und deren Angehörige.
Am Abend traf man sich im Hotel um den eigens eingerichteten Shuttle-Bus zu nutzen, der die Teilnehmer zur Auslosung in ein anderes Hotel brachte. Die angestrebte Sightseeing Tour an diesem Abend in Bologna, die Michael Kappl und seine Lebensgefährtin geplant hatten, fiel dem dezentral gelegenen Hotel zum Opfer. So begnügte man sich mit einem, in der Nähe gelegenem Einkaufscenter. Den weiteren Abend verbrachte man an der Hotelbar um auf die Abfahrt des Busses zu warten, der die Teilnehmer wieder zurück in die Quartiere brachte.
Die Auslosung für die Spieler des BSC Schwalbach gestaltete sich als schwere, aber nicht unlösbare Aufgaben. Janus Gersie wurde dem gesetzten Niederländer Bom zugelost. In dieser Gruppe befanden sich der Italiener Nardini sowie der Grieche Demakeas. Fred Vulpes der gesetzt war, loste man den Niederländer Bolte, den Franzosen Garnier und den Tschechen Opl, dazu. Michael Kappl wurde in die Gruppe des Italiener Tecchiati sowie dem Belgier Lange und dem Österreicher Schuhmann, gelost.
Die Ausrichter dieser Weltmeisterschaft, Bologna Tigers, sorgten mit dem Bus Shuttle zur Sporthalle für einen tollen Abholservice auch wenn der Bus an beiden Tagen erhebliche Verspätungen hatte.
Mit dem Pala Dozza Sportpalast, übertraf der Veranstalter alle Erwartungen der Teilnehmer. In diesem Sportpalast, in dem das Basketballteam aus Bologna vor gut 10.000 Zuschauern seine Heimspiele bestreitet, hatte man eine ehrwürdige Arena gefunden, die einer Weltmeisterschaftsausrichtung mehr als würdig war! Spielhalle Bologna
Mit der Vorstellung und Einmarsch der Nationen begann die Weltmeisterschaft der Kategorien.
Janus Gersie erspielte sich in seinem Auftaktmatch gegen Nardini ein Unentschieden und hatte schon ein Pünktchen auf der Habenseite. Ziemlich knapp und unglücklich verlor er dann gegen den späteren Finalisten Bom mit 1:2. In seinem letzten Spiel gegen den Griechen Dimakeas mussten beide gewinnen um in die Endrunde einzuziehen. Janus Gersie gewann dieses Spiel knapp aber verdient mit 2:1 und stand somit im Achtelfinale.
Im Achtelfinale ärgerte sich Janus Gersie gegen den Italiener Trenta Grün und Blau! Nach der ersten Hälfte, die Janus Gersie nach Punkten für sich entscheiden konnte, kam die allgemein Abschlussschwäche der deutschen Spieler, bei ihm zu tragen. Der Italiener nutzte einer seiner wenigen Torchancen zum 1:0 Sieg und machte eine bessere Platzierung des Schwalbachers zu Nichte!
Im ersten Spiel vom Fred Vulpes gegen den Mitfavoriten Bolte lief es zunächst recht ordentlich für den Rhein-Hessen. Er konnte die Führung erzielen und bejubelte seine Führung in Ohrenbetäubender Manie. Dies hatte zur Folge, dass Bolte aus seinem Frühschlaf erwachte und innerhalb weniger Minuten ausgleichen, und bis zur Halbzeit die Führung erzielte. Das Spiel war gelaufen und Fred hatte am Ende eine 5:2 Niederlage einstecken müssen. Im nächsten Spiel gegen den Tschechen Opl stand er mit dem Rücken zur Wand und ein Sieg war Pflicht. Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach! Auch dieses Spiel ging mit 0:1 verloren, so dass seine Chancen auf ein weiterkommen praktisch ausgeschlossen war. In seinem letzen Spiel gegen Garnier hätte Fred hoch gewinnen müssen und auf eine knappe Niederlage des Tschechen, der in der letzten Runde gegen den Franzosen antreten mußte. Da man sich auf einer Weltmeisterschaft befand und nicht in einem Wunschkonzert, ging dieser Wunsch nicht in Erfüllung. Ein Unentschieden gegen Garnier stand am Ende auf dem Spielbericht, welches das Vorzeitige Aus bedeutete.
Michael Kappl musste im ersten Spiel gegen den Belgier Lange antreten. Das Endergebnis von 1:1 zur Halbzeit war dann auch der Endstand. Das zweite Spiel gegen den Italiener Tecchiati litt unter der schwachen Schiedsrichterleistung des Griechen Demakeas. Tecchiati, der bekannt für seine Diskussionen mit der Auslegung des Regelwerk zu seinen Gunsten ist, packte es wieder einmal mehr den Schiedsrichter von seiner Auslegung zu überzeugen. Ach ja, gespielt wurde dann auch noch! Tecchiati gewann knapp mit 1:0, weil Michael Kappl es nicht verstand seine Chancen in Tore umzusetzen. Um die nächste Runde zu erreichen musste Michael Kappl unbedingt gegen den Österreicher Schuhmann gewinnen und auf die Hilfe von Tecchiati hoffen. Michael gewann deutlich sein Spiel gegen Schuhmann und hoffte vergebens auf die Schützenhilfe des Italieners.
Weltmeister wurde der Italiener Frignani in einem spannenden Spiel gegen den Holländer Bom. Bom führte schon zur Pause mit 2:0. Der Italiener kämpfte sich heran und erspielte sich bis Mitte der zweiten Hälfte eine 3:2 Führung. Bom glich diese zwei Minuten vor Spielende aus um wenige Sekunden vor Abpfiff das 3:4 zu kassieren!
Den Abend verbrachte man gemeinsam in der Hotelbar und ließ den Tag nochmals Revue passieren. Die Lebensgefährtin von Michael Kappl erkundete am Tag die Stadt Bologna und fand sehr viel Sehenswürdigkeiten, die den Spielern für Sonntagabend und dem verbleibenden Montag zu Gute kommen sollten.
Die Deutsche Nationalmannschaft der Veteranen hatte am Sonntag den großen Auftritt. Mit den drei Schwalbachern, dem Kamener Thossa Büsing und dem Bayern Hans Ruf konnte man eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Einen kleinen Wermutstropfen im Vorfeld musste man mit dem Fehlen von Thomas Winkler hinnehmen.
Bedauerlicherweise meldeten nur vier Verbände ein Nationalteam für diese Mannschaftskategorie. In anbetracht der Tatsache von nur vier Mannschaften, spielte jeder gegen jeden. Der Erstplazierte spielte dann gegen den Zweiten das Endspiel.
Im ersten Spiel gegen Österreich konnte man einen 3:1 Sieg verbuchen. Michael Kappl musste eine 1:2 Niederlage gegen seinen Namensvetter Michael Hasieber hinnehmen. Die beiden anderen Schwalbacher Janus Gersie und Fred Vulpes sowie der Kamener Büsing, gewannen ihre Spiel.
Gegen das Team des Gastgebers Italien gab es vom Mannschaftsergebnis eine 4:0 Niederlage wobei die Einzelspiele allesamt knapp mit 1:2 verloren gingen. Die wenigen italienischen Zuschauer die ihrem Team die Daumen drückten, waren von der Leistung des deutschen Teams recht angetan und drückten dies beim letzten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Belgien, mit ihrer Unterstützung aus.
Schon die Auslosung der Paarungen zwischen Deutschland und Belgien verlief spannend. Das deutsche Team musste anfangen zu setzten. Mit Hans Ruf konnten die Belgier nicht viel anfangen und brauchten dann auch ziemlich lange bis sie Jos Ceulemans dagegen setzten. Danach setzten sie ihren Punktgarant Steve Gregoire. Thossa Büssing stellte sich dieser Aufgabe. Michael Kappl/Janus Gersie hatte man auf Seiten des DSTFB noch zu setzen. Bei den Belgiern standen noch Lange/Mazzaglia zur Debatte. Der deutsche Teamcaptain setzte als nächstes Michael Kappl der dann auf Mazzaglia traf. Janus Gersie war nun gegen Lange gefragt.
BSC-Veteranen Kappl, Gersie, Vulpses Das deutsche Team geriet schnell mit 0:1 in Rückstand. Thossa Büsing konnte diesen Rückstand mit seiner Führung ausgleichen. Wiederum geriet das DSTFB-Team mit 1:2 in Rückstand. Janus Gersie bügelte sein 0:1 bis zur Halbzeit aus und konnte eine beruhigende 3:1 Führung vorlegen. Hans Ruf erzielte den wichtigen Ausgleichtreffer gegen Ceulemans. Mazzaglia und Kappl neutralisierten sich. So stand eine historische 2:0 Führung zur Pause fest. Mit dem 2:3 Anschlußtreffer von Lange und dem zeitgleichen Führungstreffer von Mazzaglia gegen Kappl, kippte dieses Mannschaftsspiel zu Gunsten der Belgier. Am Ende stand eine bittere 1:3 Niederlage zu Buche, die in der Endabrechnung noch eine Bronzemedaille für das Team einbrachte. Weltmeister wurde die Mannschaft aus Italien, die, die Belgier knapp mit 1:0 besiegen konnten! Diese Weltmeisterschaft endete mit einem grandiosen Abschneiden des Italienischen Verband. Mit fünf Weltmeistertiteln unterstrichen die Italiener ihre Vorherrschaft im Subbuteosporttischfußball.
Am Sonntagabend besichtigte man dann endlich die wunderschöne Stadt Bologna und war fasziniert von der schönen Altstadt und deren alten Gemäuern. Spät in der Nacht saß man auf der Piazza Maggiore und genoss die italienische Romantik. Für Montag beschloss meine eine weitere Sightseeingtour ehe man die Reise nach Deutschland antrat. Auf dem Programm stand die alte Universität, mit ihrem Sitzungssaal. In den Kriegsjahren wurde dieses historische Gemäuer von Bomben zerstört und danach originalgetreu wieder aufgebaut. Ebenfalls gehörte ein Gang durch die Kirchenkatakomben dazu. Eine Besichtung des Tempel der Isis, fiel dem Zeitdruck zum Opfer. So begnügte man sich mit dem Rundgang durch kleine romantische Gässchen und deren Geschäfte sowie einem letzten Espresso auf der Piazza Maggiore.
Mit dem Heimflug endete die Episode Bologna und einer Weltmeisterschaft, die allen Teilnehmer in bester Erinnerung bleiben wird!



 

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